Veranstaltungen & Konferenzen

2007: Der Wertbeitrag des "Nichtmeßbaren" - erste Tagungseindrücke

Am 29.03.2007 haben wir erfolgreich unsere Tagung "Der Wertbeitrag des Nicht-Meßbaren am Unternehmenserfolg" zusammen mit dem ZWW der Universität Augsburg und der Schick + Partner Agentur für Unternehmenskommunikation durchgeführt. Mit 31 Teilnehmern/innen war es kleiner aber wie ich finde feiner Kreis. Den Eröffnungsvortrag hielt Herr Pachali von der WEFRA Werbeagentur GWA. Mit seinen grundsätzlichen, kurzweiligen und stellenweise auch streitbaren Referat nahm er die Kreativität (als Synonym für geistige Wertschöpfung) vor aller Quantifizierung und Kontrollmentalität in Schutz. Aus der Binnenperspektive eines Agenturchefs zeigte er auf, wie schwierig es ist, mit dem Nicht-Meßbaren (Kreativität) in ein planendes Verhältnis zu treten.

Danach folgte die Podiumsdiskussion, die Dr. Schick sehr geschickt ;-) moderierte. Im Kern drehte sich die Diskussion um das Thema "Führungskultur und Mut" (z.B. Meinert, Siemens AG). Genau hier sah man eine wichtige Bedingung für die Entwicklung des Nicht-Meßbaren, was im weitesten Sinne mit soft skills und Unternehmenskultur gleichgesetzt wurde. Ebenso kristallisierte sich ein "sowohl als auch" unterscheidlicher Kontroll- und Feedbackmaßnahmen heraus, denn für bestimmte Problemstellungen im Unternehmen sei ein "Zahlenwerk" einfach die notwendige Bedingung für die Durchsetzung von Ideen (z.B. Sedmayer, KVV).

Am Nachmittag fanden drei Workshops statt, in denen in unterscheidlichen Gruppen intensiver über bestimmte Aspkte zum Thema diskutiert wurde. In einer abschließenden Plenumsrunde wurde gefragt, welche Erkenntnisse und Transferideen sich aus dem Tag ergeben hätten. Neben positiven Einschätzungen (" ...ich werde ein neuer Controller") gab es natürlich auch kritische Stimmen. Nicht jeder konnte mit der grundsätzlichen Perspektive auf das Thema etwas anfangen, einige erhofften sich konkrete Werkzeuge zur Messung des "Nicht-Meßbaren". Unterm Strich zeigte sich für mich eines ganz sicher: man wird das Problem der "getrennten Welten" zwischen Controllern und Personalern etc. nur gemeinsam angehen können. Zu den wichtigsten Hausaufgaben der Personaler gehört für mich, dass sie lernen, wie die Controller "ticken", d.h. welche Sprache sie sprechen und welche Werte sich tatsächlich dahinter verbergen. Es gilt einen gemeinsamen Sprachraum für das zu entwickeln, was man bisher eben mit dem Begriff des "Nicht-Meßbaren" bezeichnet hat. Irgendwie waren sich alle Teilnehmer einig darin, dass das Nicht-Meßbare wichtig ist, man sprach gar von Seele. Ein Teilnehmer sagte am Ende, dass wir noch nicht soweit sind, um mit diesem Thema adäquat umzugehen. Zu hoffen bleibt, dass alle Teilnehmer mit der Mess-Metapher distanzierter umgehen, d.h. deren Nutzen aber auch deren Grenzen bei allen Interpretationen im Blick haben.

Controlling von Kommunikation, Wissen, Bildung?!

Am 29.03.2007 veranstalten wir zusammen mit dem Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Augsburg (ZWW) und der Schick & Partner Agentur eine Tagung mit dem Titel: "Der Wertbeitrag des 'Nicht-Meßbaren' am Unternehmenserfolg". Alles weitere können Sie dem Tagungsflyer im Anhang entnehmen.

Kreativität: GMW 2007

In diesem Jahr wird sich unser Verein wieder an der GMW Tagung, dieses mal in Hamburg, beteiligen. Ähnlich wie in Zürich werden wir versuchen, eine engagierte Streitrunde zum Leitthema „Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken“ zu organisieren. Aus der Vereinsperspektive ist dieses Thema interessant, weil die Begriffe „erfinden, Kreativität zeigen, neu denken“ einerseits anschlussfähig an die Forderungen der Wirtschaft sind, und weil damit andererseits die Frage auftaucht, welche Formen und Ausmaße von Kreativität damit gemeint sind.

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