Frühjahrssitzung

Am 2. April haben sich Beirat und Vorstand von Ö & B zur Frühjahrssitzung getroffen. Neben den formalen Punkten die ein Vereinsleben numal so mitbringt, haben wir u.a. intensiv über sog. Orientierungen gesprochen. Orientierung sind Marker, die zwischen dem abstrakten Vereinsclaim "Ökonomie und Bildung" und den konkreten Projekten vermitteln. Schließlich haben wir uns auf eine Perspektive (Agenda) geeinigt: 2008 soll ganz unter folgenden Stern stehen: "Die Ökonomisierung der Bildung - ökonomisch!" Geplant sind drei Serien aus den Bereichen Kindergarten, Schule und Hochschule. Ich bin sehr gespannt, inwiefern ein reflexiver Ökonomiegebriff den (ideologischen) Graben zwischen Ökonomie und Bildung (als Interessenskonstrukte) überwinden helfen kann. Im Übrigen: Die Herbstsitzung mit allen (neuen) Vereinsmitgliedern ist für den 2. Oktober 07 geplant!

Ökonomieverständnis

Wichtig ist wohl zwischen diesem individualökonomnischen Kalkül und einer Gesamtoptimierung anszusetzen. Dem Einzelnen über den Gesamtnutzen zu kommen war schon immer schwer und sicher nur von dene zu leisten, deren Verstand nicht an den eigenen Fingerspitzen aufhört. Und nun kommt für mich das entscheidende: wie sensibilisert man jungen Menschen für den Nutzen jenseits des eigenen Erfahrungs- und Kostenraums? Wie kann es mir "weh tun", wenn flußabwärts die Fische sterben, wenn ich am oberen Flußlauf wohne - um ihr Bild aufzugreifen. Wieviel "Welt" muss ich internalisiert haben, damit ich diese "virtuellen Kosten" SPÜRE?

Bildung, ja Bildung, ich weiß, aber wie bekommt der zahnlose Tiger Zähne?

Interessant ist, dass die

Interessant ist, dass die Ökonomiediskussion schon längst viel weiter ist. Das, was wir wir gemeinhin als Ökonomie bezeichnen oder als Ökonomieverständnis, ist, bezogen auf den Stand der Diskussion, mittelalterlich. Warum sich die Realität mit einem systemischen oder nachhaltigen Ökonomiebegriff so schwer tut liegt wahrscheinlich daran, dass eine nachhaltige Ökonomie für den Einzelakteur zu suboptimalen Effekten führt: Es ist halt "kostensparender" für mich, wenn ich den Ölkanister in den Rhein kippe, die (externen) Kosten fließen im warsten Sinne des Wortes den "Rhein hinunter" und belasten mich nicht.

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