2008 - Die besten Wünsche

Allen Mitgliedern und  LeserInnen des Blogs wünsche ich ein Frohes Neues Jahr 2008! Smile

Unser Verein kommt 2008 ins vierte Jahr, damit stecken wir mitten in den Kinderschuhen. In diesen vier Jahren haben wir zwar nicht „die Welt aus den Angeln“ gehoben, aber wir haben in 4 Auftritten gezeigt, was wir unter der abstrakten Idee von „Ökonomie und Bildung“ verstehen können und wollen: Pöcking (2005) , Zürich (2006) , Augsburg (2007) , Hamburg (2007) zeigen uns, dass die Verschränkung von ökonomischen und bildungsbezogenen Interessen ein fruchtbares Diskussionsthema ist. Aktuelle Entwicklungen z.B. die groß angelegte Tagung in Berlin zur „Ökonomisierung der Schule"), zeigen auch: Wir haben dieses Generalthema früh erkannt, zeichnen uns aber gegenüber anderen Initiativen dadurch aus, dass wir bewusst „auf dem Zaun sitzen“. Man muss Ökonomie und Bildung auseinanderhalten UND zusammendenken, damit etwas Fruchtbares herauskommt!

Während dessen wir in den letzten vier Events den Schwerpunkt auf die Bildung gelegt haben – implizit oder auch ganz offensichtlich – wollen wir 2008 in einer Workshopreihe zusammen mit der Hans Seidel Stiftung danach fragen, „ob die Ökonomisierung der Bildung ökonomisch ist“. Gefragt wird also nicht mehr nach dem Phänomen „Ökonomisierung der Bildung“ an sich, vielmehr wollen wir Politikern, Wissenschaftlern und vor allem Ökonomen um Antworten bitten, ob diese Ökonomisierungstendenzen dem Anspruch an eine nachhaltige Ökonomie genügen. Zusammen mit Prof. Mandl und Prof. Höfling (Leitung) bereiten wir die Workshopreihe vor, wobei uns die Uni Augsburg (imb) mit studentischen Videoproduktionen unterstützt.

In diesem Sinne, auf ein gutes Jahr 2008.

Bildungsökonomie in der Wissensgesellschaft

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 Schlagworte wie "Lebenslanges Lernen" machen die von Ökonomen entwickelte Idee vom Akteur als Unternehmer seines eigenen Humankapitals zum reformstrategischen Leitmotiv. Welche Trade-offs ergeben sich für die Konzeption der Bildungsinstitutionen unserer Gesellschaft? Die Evangelische Akademie in Tutzingen veranstaltet vom 05. bis 07. März 2008 eine Tagung unter dem Titel "Bildungsökonomie in der Wissensgesellschaft". Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Akademie .

 

 

 

 

 

 

 

 

GMW07 - Virtuelle Panel-Diskursion mit Knowledgebay

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 Das Video zur diesjährigen GMW-Paneldiskussion wurde vom Knowledgebay-Team aufbereitet und ist unter diesem Link verfügbar. Über eine anregende Diskussion würden wir uns freuen. Wir möchten auch nochmal an den Fragebogen erinnern, der auf das Panel und die Online-Diskussion eingeht. Beachten Sie bitte, dass sie zur einwandfreien Ansicht der Videos den neuesten Real-Player brauchen!! http://de.real.com/player/

Virtueller Diskurs zur Paneldiskussion, GMW 2007

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Am Donnerstag, den 13.09.2007 von 13.30-15.00 Uhr findet die diesjährige GMW Tagung mit der Paneldiskussion "Ideenlose Hochschullehrer" statt. Auch dieses Jahr haben wir wieder in Kooperation mit dem Team von Knowledgebay (http://www.knowledgebay.de) ein Videotool bereitgestellt, in dem Sie beim Anschauen der Videos Kommentare zu den Aussagen der Panelteilnehmer geben können. Den Livestream zur Paneldiskussion finden Sie, wenn sie auf das Bild klicken. Hinweis!! Sie benötigen den neuesten Realplayer um die Videos anzuschauen. Der Link zum Videoarchiv (mit dem geschnittenen Video) wird in Kürze hier erscheinen.

Die Paneldiskussion wird von der Universität Augsburg, imb (Prof. Reinmann) durch eine Masterarbeit begleitet. Wenn sie noch etwas Zeit haben, dann bitten wir Sie hier den Panel Online-Fragebogen ausfüllen. Vielen Dank!!

 

"Ideenlose Hochschullehrer?" Panelbeitrag GMW 2007

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 Kreatives Lehren und Studieren unter „Bologna“-Bedingungen: Was ist nötig, um dies zu ermöglichen? Wie sollten Hochschulen auf die steigenden Erwartungen der Studierenden reagieren? Führen Social Software, Web 2.0 der Open Content zu einer Innovation der Lehre, oder braucht es dazu eine neue „Konvergenz-Kompetenz“ der Lehrenden und Studierenden? Was bringen die digitalen Medien für die Evaluation und Qualitätssicherung, die Administration und das Hochschulmarketing? Und welche neuen Services können durch Learning- und Campusanagement-Systeme realisiert werden?

Das sind einige Leitfragen, mit der sich die diesjährige GMW Tagung 2007 beschäftigen wird. Wer es genauer nachlesen will, der kann sich in der Einladung (siehe Anhang) genauer informieren. Unser Verein wird sich dieses Jahr an der Jahrestagung durch die Organisation und Durchführung der Paneldiskussion beteiligen (analog zur GMW Tagung 2006 in Zürich). Unter dem Titel "Ideenlose Hochschullehrer ?" werden sich fünf Vertreter unterschiedlicher Instutionen äußern. Wir wollen diese Vertreter im Folgenden kurz vorgestellen:

BaltisbergerProf. Dr. Matthias Baltisberger, Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich
Matthias Baltisberger ist Leiter der Gruppe "Biosystematik und Sammlungen" (Institut für Integrative Biologie, ETH Zürich). Er studierte Biologie an der ETH Zürich, wo er 1976 sein Diplom machte und danach in systematischer Botanik promovierte. Nach Abschluss der Dissertation (1979) übernahm er Lehraufträge in systematischer Botanik sowie die kuratorielle Leitung des weltweit bedeutenden Herbars von Blütenpflanzen an der ETH Zürich. 1987 wurde ihm die Gesamtverantwortung für den Unterricht in systematischer Botanik an der ETH Zürich übertragen. 2003 wurde er zum Professor an der ETH Zürich ernannt. In seiner Forschung befasst er sich mit Evolutionsvorgängen innerhalb verschiedener Gruppen von Blütenpflanzen mit alpiner Verbreitung. Zu einem wichtigen Gebiet wurde die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien unter Anwendung neuer Medien. Er ist Dozent in systematischer und ökologischer Botanik (Bachelor- und Masterstufe sowie Doktoratsstudium) und Fachberater der Fachrichtung Ökologie und Evolution des Departements Biologie.

CarstensenDoris Carstensen, Donau-Universität Krems
1993 entließ die Universität Hamburg eine weitere Geisteswissenschaftlerin namens Doris Carstensen nach vielen Jahren aus dem Studium der Fächer Germanistik und Geschichte mit dem Abschluss Magister. Das Motto dieser Generation in diesen Fä-chern lautete: Wir haben keine Chance, nutzen wir sie! Für Doris Carstensen ergab sich diese Chance an ihrer eigenen Universität, die sie 1994 mit der Koordination der internen und externen Evaluation betraute. Qualität an Universitäten wurde in den folgenden Jahren zu einer zentralen Frage in der Karriere von Doris Carstensen. Verfahren der Qualitätssicherung, Veränderungen und Organisationsentwicklung von Universitäten, E-Learning und der Bologna Prozess, Stabilität und Wandel haben sich über die Jahre rund um dieses Thema angesiedelt. Ihre beruflichen und geographischen Stationen folgen einem Weg vom Norden Deutschlands (Hamburg und Hannover) über die Universität Dortmund nach Österreich an die Universitäten Graz und Krems. Ab dem 1.10.2007 ist Doris Carstensen Vizerektorin für Qualitätsmanagement, Personalentwicklung und Gender Mainstreaming an der Universität für Mu-sik und Darstellende Kunst in Graz.

GlaserDr. Dr. Christoph Glaser, geschäftsführender Vorstand der Eberhard von Kuenheim Stiftung, Stiftung der BMW AG, München
Christoph Glaser studierte Medizin und Philosophie in München. Um neben seiner Forschungstätigkeit in der klinischen Neurophysiologie Erfahrungen in operativen Gebieten sammeln zu können, die über den Alltag in deutschen Kliniken hinausge-hen, arbeitete er nach Abschluss des Studiums an Universitätskliniken in Indien, China und Südafrika. Zurück in Deutschland begann er eine zweite Promotion über das Rezeptbuch des Universalgelehrten „Müllner Peter“ aus Sachrang. Um seine Arbeit zu finanzieren, jobbte er in der Kommunikationsabteilung der BMW AG. Ein Jahr später war er Referent Kommunikation für den damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der BMW AG, Eberhard v. Kuenheim. Mit Gründung der Eberhard von Kuenheim Stiftung, Stiftung der BMW AG, wurde er im Jahr 2000 zum geschäftsführenden Vorstand berufen. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, in gesellschaftlichen Stillstandsgebieten – wie Bildung oder Arbeitsmarkt – für nachhaltige Bewegung zu sorgen. Unter dem Motto „Freude am neu:wagen“ initiiert und erprobt sie Pilotprojekte, die nach Abschluss von der gemeinnützigen Welt in die Marktwelt übertragen werden können. Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat Christoph Glaser im vergangenen Jahr seine Arbeit über das Sachranger Rezeptbuch abgeschlossen und forscht nun weiter auf dem Gebiet der traditionellen Medizinen.

SchmidtDr. Ulrich Schmid, Geschäftsführer der Multimedia Kontor Hamburg gGmbH
Ulrich Schmid ist Geschäftsführer der Multimedia Kontor Hamburg gGmbH – einem gemeinsamen Unternehmen der sechs öffentlichen Hamburger Hochschulen. Das Multimedia Kontor mit seinen derzeit 14 Mitarbeitern unterstützt die hanseatischen Hochschulen in deren Aktivitäten zum Einsatz von IT in der Lehre (e-Learning) und im Management (e-Campus). Bevor Ulrich Schmid vor knapp fünf Jahren nach Hamburg wechselte, war er zunächst in einem IuK-Beratungsinstitut in Bonn tätig (empirica GmbH), später ging er als Bereichsleiter für IT und Medien zur der IHK Berlin. Ulrich Schmid ist studierter Politikwissenschaftler und gehört zu den ersten Absolventen des in den 90er Jahren neu geschaffenen Studiengangs “Diplom-Medienberatung” an der TU Berlin. Seine Dissertation, die er am Fachbereich Informatik der Uni Bremen anfertigte, befasste sich mit der Frage, weshalb ambitionierte IT-Projekte im „Public Sector“ so häufig scheitern – ein Thema, das kaum an Aktualität eingebüßt hat.

FiedlerSebastian Fiedler, Dipl.-Psych., Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) Wien
Sebastian Fiedler arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Soziale Innovation (ZSI), einem wissenschaftlichen Non Profit-Institut in Wien. Er studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Wales in Cardiff sowie Instructional Design & Technology an der University of Georgia, USA. Zudem arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Learning Performance Support Lab der University of Georgia, als freier Berater für Human-Centred Design in der Industrie und als Lehrbeauftragter in der Medienpädagogik an der Universität Augsburg und der Universität Innsbruck. Sebastian Fiedler beschäftigt sich derzeit vornehmlich mit der technischen und konzeptionellen Unterstützung von Selbstorganisation und Selbststeuerung in formalen und informellen Bildungsprozessen. Seit 2000 exploriert er in diesem Zusammenhang das Potenzial von Werkzeugen und Praktiken, die im Umfeld des persönlichen und kollaborativen Web-Publishing (Weblogs, Wikis, Webfeeds) entstanden sind und zunehmend unter den Begriffen Social Software und Web 2.0 gehandelt werden.


 Moderation, Mario Heller, Berlin
Mario Heller weiß aus seiner eigenen Tätigkeit sehr genau, welche Herausforderungen damit einhergehen, wenn Bildungsinstitutionen sich neu erfinden müssen und die darin Tätigen gefragt sind, Bildung neu zu denken. Als Beauftragter des Generalsekretariates des DRK für Bildung arbeitet er derzeit an der Professionalisierung des verbandlichen Bildungsmanagements. Zudem leitet er die Konferenz der Bildungsverantwortlichen im DRK. Bereits in seiner vorherigen Tätigkeit für das Bildungswerk des DGB hat er als Projektleiter zahlreiche nationale und internationale Innovationsprojekte geleitet und als Referent der Geschäftsführung dessen strategische Neuausrichtung konzipiert. Eine in diesen Wandlungsprozessen gewonnenen Erfahrungen und Einsichten gibt der Sozial- und Kommunikationswissenschaftler regelmäßig im Rahmen von Lehraufträgen an der Universität Duisburg-Essen bzw. der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin an Studierende weiter.

Was ist Ökonomie?

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Was IST Ökonomie? Ja das ist eine große und wichtige Frage, die unseren Verein immer umtreibt. Nicht zuletzt hat uns diese Frage dazu bewogen, in 2008 ein Tagung mit folgender (reflexiver) Leitfrage durchzuführen: "Ist die Ökonomisierung der Bildung ökonomisch?" Wer sich einstimmen will, der kann den ZEIT Artikel von Jean Heuser lesen.

In Teilen der deutschen Gesellschaft gilt es als schick, nichts von Ökonomie zu verstehen. Denn die degradiert den Menschen angeblich zum rationalen Idioten. Und ist es nicht so: Aus einer Vielzahl von Formeln leiten Ökonomen Handlungsanweisungen ab, die abwechselnd dem gesunden Menschenverstand widersprechen (weg mit dem Kündigungsschutz, damit mehr Leute Arbeit haben) oder es an Menschlichkeit vermissen lassen (runter mit der Sozialhilfe, damit mehr Leute arbeiten wollen)... mehr

(Private) Ausgaben für Weiterbildung

Eine Umfrage von Weiterbildung Hamburg e. V. (gemeinsam mit Forsa) liefert einige interessante Ergebnisse zur Frage “Wie investieren Erwachsene in ihre Weiterbildung?” (eine Übersicht findet sich hier).
via Jochen Robes

SZ-Magazin: Bericht zum Übertrittszeugnis

Im aktuellen SZ-Magazin ist ein interessanter Artikel erschienen, worin berichtet wird über den Leistungsdruck, den 10jährige Kinder in der vierten Klasse aushalten müssen, da sie in diesem Schuljahr ihr Übertrittszeugnis erhalten.

Der Klassenkampf
Abi oder Quali? Wir haben drei Monate lang eine ganz normale vierte Klasse an einer Münchner Grundschule begleitet. Und erlebt, wie der Notendruck Schüler, Eltern und Lehrer verrückt macht.
von Rainer Stadler
Link

Sind Kuschelnoten unsozial?

In der aktuellen Ausgabe (Heft 20/2007) des Spiegel gibt es einen Beitrag, worin auf "Kuschelnoten" eingegangen und dabei die These genannt wird, "Kuschelnoten" hätten unsoziale Effekte. So heißt es:

"Axel Plünnecke, Bildungsökonom beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, argumentiert: 'Wenn die Note entwertet wird und stattdessen Praktika, Auslandsaufenthalte und außeruniversitäres Engagement in den Vordergrund treten, werden Kinder aus ärmeren Familien benachteiligt.'"

Im Chat mit Frank über diesen Artikel hat er auch gerade die gute Frage aufgeworfen, weshalb es dazu gekommen ist, dass viele Dozenten immer bessere Noten vergeben (Arbeitserleichterung, institutioneller Druck, Druck wegen Semstergebühr...)?

Quelle:

Inflation der Kuschelnoten
Professoren an deutschen Hochschulen vergeben Top-Zensuren wie am Fließband. Damit schaden sie dem eigenen Ansehen und erschweren Absolventen den Berufseinstieg.
Von Jan Friedmann und Per Hinrichs
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,482849,00.html

Beitrag in SWR2-Wissen: Bildungsproletariat und Elitenbildung

Es gibt in der Reihe SWR2-Wissen einen interessanten Beitrag (von Ende Januar):

Bildungsproletariat und Elitenbildung
Anmerkungen zur Ökonomie des kulturellen Notstands
Von Robert Kurz
Link zum Podcast (hier gibt es das Skript zum Lesen)